Der Versuch Antisemitismus menschlich zu besiegen, ist wie der Versuch der Baalspriester, stundenlang auf dem Berg Karmel, um den Gott des Regens um Hilfe gegen eine schwere Dürre zu bitten.
Deutschland ist sehr bemüht, auf unterschiedlichen Ebenen, gegen Antisemitismus voranzukommen. So wird versucht, auf politischer, rechtlicher und zivilgesellschaftlicher Ebene gegen Antisemitismus vorzugehen, unter anderem durch die Nationale Strategie gegen Antisemitismus, den Schutz jüdischer Einrichtungen und Aufklärungsarbeit. Antisemitismusbeauftragte wurden in Bund, Länder und teilweise auch in Kommunen, Schulen, Universitäten eingesetzt, um zu beobachten und präventive und politische Schritte zu koordinieren. Rechtliche Schritte und Schutzmaßnahmen wurden erweitert, Erinnerungskultur, Stolpersteine und diverse Projekte, sollen dazu beitragen, den Antisemitismus in unserem Land einzudämmen. Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland ist eifrig bemüht, durch kreative und medienwirksame Aktionen, diesem Übel Einhalt zu bieten. Die AG Würzburg der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. (DIG e.V.) ist sehr bemüht jeglicher Form von Antisemitismus entgegenzutreten, mit Veranstaltungen, Mahnwachen und Demos, den Dialog zwischen Israelis und Deutschen zu fördern. So ruft die DIG Würzburg, am Freitag, den 24.Juli 2026, in Würzburg um 17:00 Uhr zu einer Mahnkundgebung gegen antisemitische Gewalt auf, als Reaktion auf einen schweren, mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf ein DIG-Mitglied in Höchberg.
Liebe Leser ich verrate kein Geheimnis, dass die Zahl antisemitischer Vorfälle in den letzten Jahren sehr stark gestiegen ist, und auch im Jahr 2026 erneut ein dramatischer Anstieg zu verzeichnen ist, und scheinbar alle Bemühungen auf den unterschiedlichsten Ebenen völlig fruchtlos sind.
Vielleicht wundern Sie sich, dass ich den aussichtslosen Kampf gegen Antisemitismus, mit den Anstrengungen der Baalspriester vergleichen möchte, die im Wettstreit mit dem Propheten Elia, ihren jeweiligen Gott anriefen, damit er Feuer vom Himmel sendet, um das Opfer zu verzehren.
In 1.Könige 17 + 18 wird uns diese Begebenheit berichtet. König Ahab in Israel regierte und tat, was dem Herrn missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. Das sandte der Herr, der Gott Israels seinen Propheten Elia, der dem König sagte: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe; es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. Nach mehr als 3 Jahren schlimmster Dürre, sandte Gott Elia abermals zu König Ahab, und sprach zu dem Volk: … Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der Herr Gott so wandelt ihm nach, ist´s Baal, so wandelt ihm nach“ (1.Könige 18,21). In dem „Wettstreit“ ging es darum, welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist wahrhaftig Gott.
Elia ließ den vielen Baals Priestern den Vortritt, damit sie ihren Gott des Regens, Baal anflehen konnten. Einen ganzen Tag lang riefen sie den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Als es Mittag war, forderte Elia sie auf und sprach: „Ruft laut! … und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Spießen nach ihrer Weise, bis ihr Blut herabfloss, aber es fiel kein Feuer vom Himmel. Da sprach Elia kommt her zu mir. Elia sprach dann: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich das alles nach deinem Wort getan habe! Erhöre mich, Herr, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst! Da fiel das Feuer des Herrn herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben. Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und Sprachen: Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Kurz darauf war die Dürrezeit beendet und Gott ließ es wieder regnen.
Auch in unserem Land, in den Nationen und auch in Israel, entfernen sich die Menschen immer weiter von den Ordnungen und Weisungen Gottes, und wollen ihr Leben in Eigenregie und vielfältig gestalten. Auch wenn viele Menschen „gottlos“ leben wollen, heißt das ja nicht, dass es keinen Gott gibt, und er deshalb, alle diese Entwicklungen, hilflos und ohnmächtig über sich ergehen lässt. So lassen die aktuellen Temperaturen, die ausgeprägte Dürre im Hotspot Unterfranken, eine weiter Parallele zu Elia und die Baals Priester erkennen.
Wenn Sie nun davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt, oder es Gott nicht interessiert, wie wir leben, dann können Sie weiter Ihren sehr engagierten Kampf gegen Antisemitismus und auch gegen die Klimakrise fortführen, was aus menschlicher Sicht auch angezeigt, notwendig und ohne Alternative ist. Aus biblischer Sicht kann es nicht von Erfolg gekrönt sein, ebenso wenig, wie der Versuch der Baalspriester zur Zeit Elias.
Jesus Christus fordert in seiner Endzeitrede, jedoch alle Menschen (Juden und Heiden) dazu auf, sich ermahnen und warnen zu lassen, und das Liebesangebot Gottes in seinem Sohn Jesus anzunehmen, damit noch viele Menschen gerettet werden können.
Bitte denken Sie darüber nach,
lieber Gruß Martin Dobat
