Jakob ist ein gutes Beispiel für einen Menschen, der eine ganze Menge loslassen musste, als er Gott in Pniel begegnete (1.Mose 32, 25-30). Bisher war es immer nur um Jakob gegangen. Jakob war der Wichtigste gewesen.
Stunde um Stunde verging. Ach, dass auch wir eine ganze Nacht allein mit Gott verbrächten! Wir sind viel zu sehr mit den Dingen dieser Zeit und mit unserem Verstand beschäftigt. Wir brauchen die Gegenwart Gottes. Wir müssen ihm Zeit geben, wenn wir neue Offenbarungen von ihm empfangen wollen. Wir müssen alle Gedanken an irdische Dinge, die sich uns ständig aufdrängen, beiseiteschieben. Wir müssen Gott Zeit geben, sich mit uns zu befassen. Nur wenn er uns so begegnet wie damals Jakob, werden wir kämpfen und siegen können.
Jakobs Augen blieben in jener Nacht bestimmt nicht trocken. In Hosea heißt es: „Er weinte und flehte ihn um Gnade an“ (Hosea 12,5). Er wusste, dass er den Herrn enttäuscht hatte, dass er ein gemeiner Betrüger war. Aber in dem Kampf mit dem Engel in jener Nacht erkannte er, dass es möglich war, von einem Betrüger in einen Gottesstreiter umgewandelt zu werden. Die Stunde der Prüfung kam bei Tagesanbruch, als der Engel, der niemand anderes als der Herr der Herrscharen war, zu ihm sagte: „Laß mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen“ (1.Mose 32, 27). Jakob wusste, wenn Gott fortging, ohne ihn gesegnet zu haben, konnte er Esau nicht gegenübertreten.
Auch du kannst den schrecklichen Dingen, die in der Welt auf dich warten, nicht begegnen, ohne den Segen Gottes zu haben. Suche ihn heute!
(Glaube ist Siegeskraft, v. Smith Wigglesworth)